Naturprodukt oder technisch hergestellt?
Natürliche Diamanten und sogenannte Lab-Grown-Diamanten sehen sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Beide bestehen aus Kohlenstoff, beide besitzen die typische Kristallstruktur eines Diamanten und beide können außergewöhnlich schön funkeln.
Trotzdem gibt es einen grundlegenden Unterschied:
Ein natürlicher Diamant ist ein Naturprodukt. Ein Lab-Grown-Diamant ist ein technisch hergestellter Diamant.
Die Entstehung des Lab-Grown-Diamanten ist daher eine völlig andere.
Und genau deshalb sprechen wir bei MARRYING bewusst von natürlichen Diamanten und verwenden ausschließlich diese.
Für uns ist ein Diamant mehr als nur ein Material mit bestimmten physikalischen Eigenschaften. Seine Herkunft, seine natürliche Entstehung, seine Seltenheit und seine Geschichte gehören zu dem, was ihn besonders macht.
Was ist ein natürlicher Diamant?
Ein natürlicher Diamant entsteht tief im Inneren der Erde unter extremem Druck und hohen Temperaturen. Seine Entstehung ist ein geologischer Prozess, der über sehr lange Zeiträume stattfindet.
Ein natürlicher Diamant ist Millionen von Jahren alt. Manche natürliche Diamanten sind sogar mehr als eine Milliarde Jahre alt.
Das bedeutet: Wenn Sie heute einen natürlichen Diamanten in einem Verlobungsring oder Schmuckstück betrachten, sehen Sie ein Naturprodukt, dessen Entstehung lange vor unserer eigenen Lebenszeit begonnen hat.
Seine Geschichte reicht zurück in eine Zeit, in der es den Menschen, wie wir sie heute kennen, noch gar nicht gab.
Kein Mensch hat ihn hergestellt. Die Natur hat ihn entstehen lassen.
Jeder natürliche Diamant ist dabei einzigartig. Seine individuellen Wachstumsmerkmale und Einschlüsse sind während seiner natürlichen Entstehung entstanden. Kein natürlicher Diamant gleicht dem anderen.
Kein Produktionsprozess kann genau diesen Naturdiamanten noch einmal reproduzieren.
Das ist für uns ein wesentlicher Teil seiner Faszination.
Was ist ein Lab-Grown-Diamant?
Ein Lab-Grown-Diamant wird dagegen technisch hergestellt.
Dafür kommen insbesondere zwei Verfahren zum Einsatz: HPHT – High Pressure High Temperature – und CVD – Chemical Vapor Deposition.
Bei beiden Verfahren wird ein kleiner Diamantkristall als Ausgangspunkt verwendet. Unter kontrollierten technischen Bedingungen wächst daraus innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ein größerer Diamant.
Deshalb ist es wichtig, die Begriffe sauber zu verwenden:
Lab-Grown-Diamant. Labor-Diamant. Labordiamant.
Der Zusatz „Lab“ beschreibt daher seine Herkunft.
Ein natürlicher Diamant ist in der Natur entstanden.
Ein Lab-Grown-Diamant ist in einer Produktionsanlage entstanden.
Beide sind Diamanten – aber nur einer davon ist ein Naturprodukt.
Millionen Jahre Naturgeschichte oder technische Herstellung?
Hier liegt für uns einer der faszinierendsten Unterschiede.
Ein natürlicher Diamant kann bereits Millionen oder sogar Milliarden Jahre alt sein, wenn er schließlich als geschliffener Stein in einem Schmuckstück landet.
Ein Lab-Grown-Diamant dagegen wird innerhalb relativ kurzer Zeit technisch hergestellt.
Natürlich lässt sich die Qualität eines Diamanten nicht allein anhand seines Alters beurteilen.
Aber die Geschichte hinter dem Stein kann für ein besonderes Schmuckstück eine große Bedeutung haben.
Stellen Sie sich vor:
Der Diamant in Ihrem Ring ist älter als die Menschheitsgeschichte. Ihn gibt es so nur einmal, wie seine Trägerin.
Er hat seine Entstehung bereits hinter sich, bevor unsere eigene Geschichte überhaupt begonnen hat.
Für uns ist das mehr als eine interessante geologische Tatsache.
Es macht den Diamanten zu etwas Einzigartigem.
Ist ein Lab-Grown-Diamant also ein „echter“ Diamant?
Ein Lab-Grown-Diamant ist kein Glas, kein Zirkonia und keine bloße Diamant-Imitation. Er besitzt die chemische Zusammensetzung und Kristallstruktur eines Diamanten.
Auch deshalb lässt sich ein hochwertiger Lab-Grown-Diamant optisch nicht einfach von einem natürlichen Diamanten unterscheiden.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht unbedingt in der Optik.
Er liegt in der Herkunft und Entstehung.
Der eine Diamant ist ein Millionen Jahre altes Naturprodukt.
Der andere ist ein technisch hergestelltes Produkt.
Und genau diese Herkunft ist für uns bei MARRYING entscheidend.
„Nachhaltig“ ist nicht automatisch gleich Lab-Grown
Lab-Grown-Diamanten werden häufig mit dem Argument beworben, sie seien besonders nachhaltig.
Die Argumentation klingt zunächst einleuchtend:
Für einen Lab-Grown-Diamanten muss kein natürlicher Diamant aus der Erde gewonnen werden.
Das ist richtig.
Aber damit ist die Frage nach der Umweltbilanz noch nicht beantwortet.
Denn ein Lab-Grown-Diamant entsteht nicht ohne Energie.
Im Gegenteil: Seine Herstellung benötigt erhebliche Mengen Energie. Nach einer Analyse von McKinsey liegt der Energiebedarf bei ungefähr 250 Kilowattstunden pro Rohkarat. Gleichzeitig findet ein großer Teil der weltweiten Produktion in China und Indien statt – Ländern, deren Stromversorgung noch stark von fossilen Energieträgern geprägt ist.
Auch das Gemological Institute of America weist darauf hin, dass die Umweltbilanz von Lab-Grown-Diamanten wesentlich davon abhängt, wo und mit welcher Energie sie hergestellt werden.
Damit wird ein wichtiger Punkt deutlich:
Lab-Grown bedeutet nicht automatisch nachhaltig.
Und genauso wenig bedeutet ein Lab-Grown-Diamant automatisch, dass seine Herstellung mit erneuerbarer Energie erfolgt.
Natürlich gibt es Hersteller, die erneuerbare Energien einsetzen. Das ist ausdrücklich zu begrüßen.
Aber wer einen Lab-Grown-Diamanten als besonders nachhaltig bewirbt, sollte auch sagen können:
Wo wurde er hergestellt und mit welcher Energie?
Denn genau davon hängt ein wesentlicher Teil seiner tatsächlichen Umweltbilanz ab.
Und dann gibt es noch einen ganz anderen Punkt: den Preis
Wir bei MARRYING bekommen regelmäßig Angebote für Lab-Grown-Diamanten.
Dabei erleben wir den Markt nicht nur aus der Perspektive eines Kunden oder aus Werbeanzeigen, sondern auch aus der Perspektive eines Juweliers.
So werden uns beispielsweise Lab-Grown-Diamanten mit einem Gewicht von einem Karat teilweise für nur 30 bis 50 Euro angeboten.
Diese Größenordnung zeigt sehr deutlich, wie stark sich die Herstellungskosten solcher Steine inzwischen von den Verkaufspreisen mancher fertiger Schmuckstücke unterscheiden können.
Natürlich besteht der Preis eines Schmuckstücks nicht nur aus dem Diamanten. Gold oder Platin, Fassung, Design, handwerkliche Verarbeitung, Arbeitszeit, Beratung, Ladenkosten, Logistik, Marketing und viele weitere Faktoren fließen in den Verkaufspreis ein.
Aber trotzdem sollte sich der Kunde eine einfache Frage stellen:
Wenn ein 1-Karat-Lab-Grown-Diamant im Einkauf nur wenige Dutzend Euro kostet – was rechtfertigt dann einen Verkaufspreis von 2.000 oder 3.000 Euro für ein Schmuckstück mit diesem Diamanten?
Die Antwort kann nicht die natürliche Seltenheit des Lab-Grown-Diamanten sein.
Denn Lab-Grown-Diamanten sind technisch in unbegrenzter Menge produzierbar.
Der vermeintliche Preisvorteil hat eine Kehrseite
Für den Kunden klingt ein Lab-Grown-Diamant zunächst ausgesprochen attraktiv.
Für das gleiche Budget bekommt man einen größeren Stein oder einen höheren Farb- und Reinheitsgrad.
Doch der niedrige Preis hat auch eine andere Seite.
Wenn ein Produkt technisch hergestellt und in immer größeren Mengen produziert werden kann, ist sein Preis nicht durch natürliche Knappheit begrenzt.
Genau das zeigt sich bereits deutlich am Markt für Lab-Grown-Diamanten.
Die Preise sind in den vergangenen Jahren stark gefallen.
Für den Käufer bedeutet das zwar zunächst einen günstigeren Einkauf.
Aber es bedeutet auch:
Ein hoher Verkaufspreis heute ist keine Garantie für einen entsprechenden Wert morgen.
Wenn ein Lab-Grown-Diamant heute Bestandteil eines Schmuckstücks für 2.000 oder 3.000 Euro ist, bedeutet das nicht, dass dieser Diamant oder das Schmuckstück beim späteren Verkauf einen vergleichbaren Wert erzielt. Ganz im Gegenteil.
Auch ein natürlicher Diamant ist keine Geldanlage
Dabei möchten wir bewusst nicht den Eindruck erwecken, ein natürlicher Diamant sei automatisch eine sichere Geldanlage.
Das wäre unseriös.
Auch bei einem Schmuckstück mit natürlichem Diamanten können beim Wiederverkauf Abschläge entstehen.
Der Kauf eines Verlobungsrings oder Traurings sollte deshalb nicht primär als Investment verstanden werden.
Der entscheidende Unterschied liegt für uns woanders:
Der natürliche Diamant besitzt eine natürliche Knappheit, die ein technisch produzierbarer Lab-Grown-Diamant nicht besitzt.
Und genau diese natürliche Seltenheit ist ein Teil seines besonderen Wertes.
Millionen Jahre alt. Für ein Leben gemacht.
Vielleicht liegt genau hier die schönste Verbindung zwischen einem natürlichen Diamanten und einem Trauring.
Ein natürlicher Diamant hat bereits Millionen von Jahren hinter sich.
Der Ring, in dem er getragen wird, soll im Idealfall ein ganzes Leben begleiten.
Millionen Jahre Naturgeschichte treffen auf Ihre persönliche Geschichte.
Der Diamant wurde nicht für Sie hergestellt.
Er hat lange vor Ihnen existiert.
Und vielleicht wird er lange nach Ihnen noch weitergetragen.
Für uns ist das die besondere Faszination eines natürlichen Diamanten.
Warum wir bei MARRYING ausschließlich natürliche Diamanten verwenden
Wir glauben, dass ein besonderer Schmuckstein mehr sein darf als ein technisch reproduzierbares Material.
Ein natürlicher Diamant hat eine Geschichte.
Er hat seine Entstehung bereits hinter sich, bevor er überhaupt zu einem Diamanten im Handel wird.
Er ist ein Produkt der Natur und aufgrund seiner natürlichen Entstehung begrenzt.
Millionen Jahre alt, einzigartig und nicht reproduzierbar.
Das fasziniert uns.
Und deshalb verwenden wir bei MARRYING ausschließlich natürliche Diamanten.
Wir möchten unseren Kunden nicht einfach den größtmöglichen Stein für ein bestimmtes Budget anbieten.
Wir möchten ihnen einen Diamanten anbieten, dessen Herkunft, Seltenheit und Qualität zu der Bedeutung eines besonderen Schmuckstücks passen.
Ein Diamant für ein Schmuckstück fürs Leben
Ein Verlobungsring ist ein Versprechen.
Ein Trauring begleitet zwei Menschen im Idealfall über Jahrzehnte.
Ein solcher Ring wird nicht nur für einen einzigen Tag gekauft. Er wird Teil der eigenen Geschichte.
Für uns passt dazu ein natürlicher Diamant besonders gut.
Denn auch er hat eine Geschichte, die weit vor dem Moment beginnt, in dem er in den Ring eingesetzt wird.
Millionen oder sogar Milliarden Jahre Naturgeschichte treffen auf Ihre ganz persönliche Geschichte.
Genau das macht einen natürlichen Diamanten für uns so besonders.
Unser Standpunkt bei MARRYING
Wir möchten die Diskussion über natürliche und Lab-Grown-Diamanten nicht polemisch führen.
Ein Lab-Grown-Diamant ist ein echter Diamant.
Aber er ist kein Naturprodukt.
Und wir finden, dass dieser Unterschied klar benannt werden sollte.
Ebenso sollte ein Lab-Grown-Diamant nicht allein aufgrund seiner Herstellung im Labor automatisch als nachhaltig oder umweltfreundlich bezeichnet werden. Entscheidend sind unter anderem der Produktionsstandort, das Herstellungsverfahren und vor allem die Energiequelle.
Und schließlich sollte ein Käufer wissen, dass der oftmals sehr niedrige Einkaufspreis des Steins nichts mit der natürlichen Seltenheit eines Diamanten zu tun hat.
Bei MARRYING haben wir deshalb eine klare Entscheidung getroffen:
Wir verwenden ausschließlich natürliche Diamanten.
Weil wir überzeugt sind, dass die natürliche Entstehung, die Millionen Jahre alte Geschichte, die Seltenheit und die Einzigartigkeit eines echten Naturprodukts einen besonderen Wert besitzen.
Denn einen Diamanten kann man zwar im Labor herstellen, aber seine Millionen Jahre alte Geschichte kann man nicht reproduzieren.

