Hochzeitsplanung [Der große Ratgeber] – Teil 14: Der Probedurchlauf

So langsam sollten die wichtigsten Dinge geklärt sein, jedoch ist es dennoch leicht, sich bei den ganzen Details einer Hochzeitsplanung zu verzetteln, besonders dann, wenn man sich alleine schon die ganzen signifikanten Aspekte und Komponenten der eigenen Hochzeit durch den Kopf gehen lässt. Behalten Sie dabei stets die Ruhe, malen Sie sich nach jedem Fortschritt ein Gesamtbild der Hochzeit aus und fügen Sie den Details (Blumenwahl, andere Vorzüge etc.) Ihre eigene, persönliche Note hinzu. Halten Sie alles schriftlich fest und setzen Sie auf Papier und Stift, damit Sie auch mal schnell zwischen den Zeilen etwas notieren oder verändern können.

Der Probedurchlauf

Die Probe wird häufig unterschätzt, wobei dies ein fataler Fehler ist: Sie ist sehr wichtig! Nicht nur aus offensichtlichen Gründen, sondern um böse Überraschungen zu vermeiden, damit Sie und Ihr Schatz im Einklang zusammenwirken können und damit die Zeremonie und Hochzeitsparty ein voller Erfolg werden kann.

Die Probefeier

Nach der offiziellen Probe folgt auch schon die Probefeier: Während die Party traditionell gesehen von der Familie des Bräutigams organisiert wird, kommt es mittlerweile immer häufiger vor, dass sich die Eltern des Bräutigams stattdessen nur noch an den Kosten der Party beteiligen, welche normalerweise von der Familie der Braut übernommen werden.

Die Probeparty ist eine tolle Gelegenheit, um sich mit den Liebsten zu amüsieren, während sich jeder kennenlernt. Wichtig dabei ist auch, dass die Bediensteten ebenfalls erscheinen und sich vorstellen, damit alles wesentlich persönlicher und geordneter zugeht, wenn die echte Party steigt. Traditionell gesehen werden die Bediensteten an diesem Tag mit kleinen Aufmerksamkeiten beschenkt.

Wo und wie Sie Ihre Probefeier halten mögen, bleibt ganz Ihnen überlassen: Sie können es formell halten und versuchen die bevorstehende Party so gut wie möglich zu imitieren oder Sie sparen sich das und gestalten diese Vorfeier etwas lässiger und weniger offiziell. Beliebte Orte sind Restaurants oder bei Ihnen zu Hause. Wenn Sie ein herzhaftes Essen servieren möchten, tun Sie das ruhig oder aber Sie setzen auf leckere Cocktails und einige kleine Snacks, wie etwa Chips und andere Knabbereien. Auf der Probefeier ist alles erlaubt und akzeptabel.

Auf der Probefeier Gästeliste, sollten alle Namen stehen, die auch auf der eigentlichen Gästeliste stehen, inklusive dem Koordinator und optional auch das Fachpersonal, wie der Fotograf und andere Bedienstete.

Die Zeremonie und der richtige Ort

Dies wird die Zeit werden, um alle Fantasien, Träume und Vorstellungen zu besprechen und anschließend möglichst gekonnt zu verwirklichen. Ganz egal, ob es die Hochzeitszeremonie Ihrer besten Freundin, Ihrer Nachbarin oder eine Szene aus einem Film war: Das was Ihr und das Herz Ihres Schatzes berührt hat, sollten Sie versuchen auf Ihre Hochzeit zu bringen. Verwöhnen Sie sich beide mit den romantischsten Träumen, schließlich soll Ihre Hochzeit etwas ganz besonderes werden. Die einzigen wirklichen Steine die Ihnen in dem Weg liegen, sind das Budget und die Größe der Räumlichkeiten.

Die Zeremonie hat den selben Stellwert, wie die anderen Feierlichkeiten auch und ist wichtig, um den richtigen Ton zu setzen. Wenn Braut und Bräutigam beide zur selben Religion gehören und z.B. eine Kirche, Synagoge, Moschee oder einen Tempel besuchen und eine traditionelle Zeremonie haben möchten, dann ist der richtige Ort schnell gefunden und es muss nicht lange diskutiert werden. Sollten beide jedoch verschiedenen Religionen angehören oder aber nur eine „normalere“ Hochzeit bevorzugen, so muss man sich schon ein wenig umschauen, um sich einig zu werden.

Anbei insgesamt vier verschiedene Vorschläge, wo Sie Ihre Hochzeit abhalten könnten, wobei Sie die folgenden Tipps durchaus mit persönlichen Vorlieben ergänzen sollten:

– Traditionell: Eine traditionelle Hochzeit wird in einer Kirche, Synagoge, Moschee oder einem Tempel von einem religiösen Oberhaupt geleitet. Übrigens: Eine Hochzeit im militärischen Stil, gilt ebenfalls als traditionell.

– Zeitgemäß: Diese Art von Hochzeiten wird meistens in historischen Gebäuden, Museen, einem großen Garten oder entlang einer Küste gehalten.

– Einzigartig: Diese etwas „extremen“ Hochzeiten werden unter Wasser gehalten, auf Bergen, in der Luft oder wohin Ihre kreativen Gedanken Sie führen. Es gehört auf jeden Fall eine Menge Mut dazu, eine derartige Hochzeit über die Bühne zu bringen, ganz zu schweigen über die Extra Palette an Reue, die eventuell empfunden werden kann, falls es doch nicht so klappt, wie man es sich vorstellt (Stichwort: Probe!). Wenn es jedoch Ihr Traum ist, dann machen Sie es einfach, denn es könnte mit der richtigen Organisation ein voller Erfolg werden!

– Abgeschieden: Zurückhaltende Frauen verlieben sich und heiraten ebenfalls, mit dem kleinen Unterschied, dass Sie sich dezent feiern lassen möchten und nicht so gerne im direkten Rampenlicht stehen. Für jene Bräute wäre eine kleine private Hochzeit in der Stadthalle oder in einer kleinen Kirche perfekt. Die große Party kann man dann immer noch nach der Hochzeit stattfinden lassen.

Ganz egal wie extravagant oder simpel Ihre Träume und Wünsche bezüglich Ihrer Hochzeit sein mögen: Es ist immer wichtig die Details im Auge zu behalten, wie zum Beispiel die maximale Anzahl an Gästen, die Gebühren und den Kleidercode.

Persönliche Noten

Auch wenn Sie beide eine traditionelle Hochzeit bevorzugen, gibt es dennoch viele Wege, um die Feierlichkeiten nach Ihren persönlichen Wünschen zu gestalten, bzw. anzupassen:

– Wechseln Sie die Position! Lassen Sie den Liturgen auch mal eine Zeit lang mit dem Rücken zu den Gästen stehen, während Sie sich beide von vorne präsentieren können und im Mittelpunkt stehen.

– Denken Sie über eine kleine Hochzeit nach. Umso kleiner die Gästeliste ist, desto mehr Optionen haben Sie, wie z.B. einen durch Händchen halten verbundenen Kreis, die Ihre Gäste um Sie herum bilden könnten.

– Fragen Sie beide Seiten der Eltern, um sich im Prozessionsbuch zu verewigen und schauen Sie aus einem anderen Blickwinkel: Anstatt es so zu sehen, dass der Vater der Braut seine Tochter hergeben muss, sollten Sie sich lieber darüber freuen, dass 2 Familien nun vereint wurden.

– Lassen Sie die Braut mit dem Bräutigam den Altar hinuntersteigen. Dies wird zwar häufiger von den älteren Bräuten bevorzugt, jedoch entscheiden sich heutzutage immer öfter auch jüngere Frauen zu diesen gemeinsamen Schritten.